Virtualisierung

Linux & Virtuelle Maschine

Linux

Wie ist Linux entstanden?
Die Geschichte von Linux begann im Jahr 1990. Ein finnischer Student namens Linus Benedict Torvalds suchte damals nach einer Alternative zu MS DOS, da er von zu Hause aus im Rechnernetzwerk der Universität von Helsinki arbeiten wollte.

Dabei stieß er auf „Minix“, einem Betriebssystem mit dem er sich sehr intensiv beschäftigte und es um einige Funktionen erweiterte.

Dadurch, dass er von Assembler auf die geeignetere Programmiersprache C wechselte, entstand ein völlig neuer Betriebskern, den er Linux nannte.

Diese Version teilte Linux  an interessierte Minix-User aus, und machte damit seine Quelltexte von Anfang an öffentlich.

(Open Source). Als Linux im Jahr 1992 die Linux Version 0.12 veröffentlichte, gab es einen so großen Ansturm an Interessenten, das die Kommunikation über E-Mail nicht mehr möglich war und eine Online-Gruppe als Kommunikationsplatform genutzt werden musste.
Der nächste Entwicklungsschritt war die Addition eines GUI, eines Graphical User Interfaces. Auch dieses Interface wurde von einer non-profit-Gruppe bereitgestellt.
Im März 1994 war es dann soweit - Linux Version 1.0 wurde veröffentlicht. Eine großartige Zusammenarbeit zwischen etlichen begeisterten Programmieren hatte dazu geführt, dass ein Betriebssystem übers Internet entwickelt wurde. Von da aus ging alles sehr schnell bergauf. Nur ein Jahr später folgte Linux 1.2, welche viele neue Funktionen beinhaltete, und ein weiteres Jahr später, Im Jahre 1996, wurde Linux 2.0 veröffentlicht. Wenig später wird Linux von vielen großen Unternehmen wahrgenommen und als ernsthaft einsetzbares Betriebssystem kommerzialisiert. Seit 1998 überschlagen sich die Ereignisse und viele namenhafte Softwareentwickler kündigen eine Portierung zu Linux an. 1999 Wird nun auch Version veröffentlicht und der Andrang ist nicht mehr aufzuhalten.
Was versteht man unter Linux-Distribution?
Eine Linux Distributionen ist eine Sammlung von einem bestimmten Kernel, also ein zentrales Modul eines Betriebssystems, und spezifischen Programmen. Die meisten dieser Softwares sind kostenlos und Open-Source. Viele Distributionen wurden für PCs entwickelt, allerdings gibt es auch Linux-Distributionen, die für Supercomputer entwickelt wurden. Es gibt nun mehr als 600 Distributionen, die 2 wichtigsten davon dienen als Grundlage für viele anderen Distributionen:
Debian und Red Hat. Weitere populäre Distributionen neben den eben genannten sind Ubuntu, openSUSE, Fedora, Mandriva Linux, und Arch Linux.
Ein wesentliches Merkmal vieler Linux-Distributionen ist, dass sie kostenlos und automatisiert Sicherheitsaktualisierungen für alle bereitgestellte Software anbieten. Diese Funktion existiert zwar auch bei anderen gängigen Betriebssystemen, aber erfasst dort nicht alle Software und funktioniert nicht immer Fehlerfrei und ist nicht immer kostenlos.
Aus welchen gründen ist Linux empfehlenswert?
Grundsätzlich ist Linux für Anwender zu empfehlen, die viele Briefe/E-Mails schreiben, außerdem viel im Internet surfen sowie Foto -und Video-kollagen erstellen.
Vorteile an Linux generell sind natürlich der Preis, denn es ist kostenlos. Außerdem läuft es gut auf älteren PCs, ebenso stabiler als die meisten anderen Betriebssysteme, und aufgrund der hohen Sicherheit gibt es keine Probleme mit Viren. Als Betriebssystem für absolute Einsteiger ist Linux also gut geeignet.
Was versteht man unter Multiboot-System
Unter dem Begriff Multiboot-System versteht man einen Computer, auf dem 2 oder mehr Betriebssysteme gleichzeitig und parallel installiert sind. Diese verschiedenen Systeme sind auf unterschiedlichen Festplatten oder Volumes installiert. Einzige Vorraussetzung hierfür ist ein Bootmenü, mit dessen Hilfe der Nutzer in der Lage dazu ist, zu entscheiden, welches Betriebssystem er starten und nutzen möchte. Einige Multibootfähigen Geräte können diese Menüs schon in der Firmware unterstützen, oder man nimmt sich einen sogenannten „Bootloader“ zur Hilfe, der auf einem startbaren Medium, (z.B einem USB-Stick), ein Bootmenü erzeugt.

 

Virtuelle Maschine

Eine virtuelle Maschine ist eine Computerdatei, die normalerweise als Image bezeichnet wird und sich wie ein tatsächlicher Computer verhält. Mit anderen Worten, Erstellen eines Computers innerhalb eines Computers.
Es wird wie jedes andere Programm in einem Fenster ausgeführt und bietet dem Endbenutzer auf einer virtuellen Maschine die gleiche Erfahrung wie auf dem Host-Betriebssystem.


Die virtuelle Maschine ist vom Rest des Systems mit einer Sandbox versehen, was bedeutet, dass die Software in einer virtuellen Maschine nicht entkommen oder den Computer selbst manipulieren kann.

 
Dies bietet eine ideale Umgebung zum Testen anderer Betriebssysteme, einschließlich Beta-Versionen, Zugriff auf virusinfizierte Daten, Erstellen von Betriebssystemsicherungen und Ausführen von Software oder Anwendungen auf Betriebssystemen, für die sie ursprünglich nicht vorgesehen waren.

Mehrere virtuelle Maschinen können gleichzeitig auf demselben physischen Computer ausgeführt werden.


Bei Servern werden die mehreren Betriebssysteme nebeneinander mit einer Software namens Hypervisor ausgeführt, um sie zu verwalten, während Desktop-Computer normalerweise ein Betriebssystem verwenden, um die anderen Betriebssysteme in ihren Programmfenstern auszuführen.


Jede virtuelle Maschine stellt ihre eigene virtuelle Hardware bereit, einschließlich CPUs, Speicher, Festplatten, Netzwerkschnittstellen und anderen Geräten.


Die virtuelle Hardware wird dann der realen Hardware auf der physischen Maschine zugeordnet, wodurch Kosten gespart werden, indem der Bedarf an physischen Hardwaresystemen zusammen mit den damit verbundenen Wartungskosten verringert und der Strom- und Kühlbedarf verringert wird.